Fax über VoIP

129Aufrufe 24. Mai 2019 10. September 2019 1

Fax über VoIP

Das Faxen über VoIP ist möglich, es muss jedoch einiges beachtet werden:

 

Fax über SIP

Manche Provider, auch im Rahmen der Umstellung auf BNG-Anschlüsse verzichten auf T.38, da diese in der Lage sind QoS auf den Anschlüssen zu nutzen (wie z.B. die Deutsche Telekom). Bei dieser Übertragungsart ist es wichtig, das die Datenübertragung (Up- und Download) im Internet stabil uns störungsfrei arbeitet. Außerdem dürfen keine komprimierenden Codecs genutzt werden. G.711 und ggf. G.722 sind zur Übertragung geeignet. Da bei diesem Verfahren aber die Fax-Töne übertragen werden, sind die üblichen Übertragungsraten von 33600 Bit/s nicht mehr zu erreichen. Die Deutsche Telekom die Empfehlung aus, am Faxgerät die Übertragungsrate auf bis zu 9600 Bit/s zu beschränken und ECM (Error Correction Mode) im Fax zu aktivieren. Diese Empfehlung gilt jedoch nicht uneingeschränkt in jedem Fall. Schwanken die Datenübertragungsarten zu sehr, kann es ratsam sein, die ECM Fehlerkorrektur zu deaktivieren. So wird auf eine Stufe der Datenzwischenspeicherung verzichtet und die Signallaufzeit wird etwas verkürzt.

 

T.38

Im SIP gibt es das T.38 Protokoll, welches Faxe anstatt mit Tönen, über ein Netzwerk-Protokoll, basierend auf UDP bzw. TCP auf IP übersetzt. Mit T.38 ist eine störungsfreie Übertragung möglich. Allerdings müssen beide Endstellen, bzw. die beteiligten Provider T.38 unterstützen.

Ihr Provider unterstützt T.38

Aktivieren Sie bei der Provider-Einstellung, unter VoIP – Einstellungen – SIP-Provider bei dem Provider-Einträgen T.38 und stellen Sie den analogen Port, an dem das Fax-Gerät angeschlossen ist, auf Multifunktionsgerät/Telefax. Alles weitere regelt das System für Sie.

Ihr Provider unterstützt kein T.38

Manche Provider, auch im Rahmen der Umstellung auf BNG-Anschlüsse verzichten auf T.38, da diese in der Lage sind QoS auf den Anschlüssen zu nutzen (wie z.B. die Deutsche Telekom). Bei dieser Übertragungsart ist es wichtig, das die Datenübertragung (Up- und Download) im Internet stabil uns störungsfrei arbeitet. Außerdem dürfen keine komprimierenden Codecs genutzt werden. Da bei diesem Verfahren aber die Fax-Töne übertragen werden, sind die üblichen Übertragungsraten von 33600 Bit/s nicht mehr zu erreichen. Die Deutsche Telekom die Empfehlung aus, am Faxgerät die Übertragungsrate auf bis zu 9600 Bit/s zu beschränken und ECM (Error Correction Mode) im Fax zu aktivieren. Diese Empfehlung gilt jedoch nicht uneingeschränkt in jedem Fall. Schwanken die Datenübertragungsarten zu sehr, kann es ratsam sein, die ECM Fehlerkorrektur zu deaktivieren. So wird auf eine Stufe der Datenzwischenspeicherung verzichtet und die Signallaufzeit wird etwas verkürzt.

Stellen Sie bitte folgendes an Ihrer Anlage ein:

1.) Deaktivieren Sie bei der Provider-Einstellung unter VoIP – Einstellungen – SIP-Provider bei dem Provider-Einträgen T.38 und stellen Sie den analogen Port, an dem das Fax-Gerät angeschlossen ist, auf Multifunktionsgerät/Telefax.
2.) Setzen Sie die Übertragungsrate des Faxgerätes auf max. 9600 Bit/s und aktivieren Sie das ECM (Error Correction Mode) in Ihrem Fax-Gerät.
3.) Setzen Sie beim Provider bitte ausschließlich die Codecs G.711µLaw, G.711aLaw oder G.722 ein. Wenn nötig, legen Sie ein Codec-Profil an und ordnen dieses dem entsprechenden VoIP-Provider-Eintrag zu.

 

Basis

Erstellt: März 2019
Produkt: bintec Secure IPSec Client, Digitalisierungsbox Secure Client, be.IP Secure Client
Release: alle
jk2019

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