Hinweis zum Telekomschreiben „Update bis zum 21. September 2020“

966Aufrufe 16. September 2020 17. September 2020 0

In einem Schreiben weist die Telekom zurzeit vermehrt darauf hin, dass die Router ihrer Kunden aktualisiert werden müssen. Der Stichtag ist dabei der 21. September 2020.

Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
Worum geht es in dem Schreiben?
Was ist zu tun?
Was bewirken diese Einstellungen?
Weitere Hinweise

Vorbemerkung
Für die Telefonie-Verbindung zwischen Telefonanlage oder Mediagateway (von der Telekom und im Folgenden “Router” genannt) ist das sog. SIP-Konto zuständig. Für die Anmeldung des SIP-Kontos beim Provider benötigt der Router eine Adresse, bei der er sich anmelden kann. Diese Adresse liegt im Regelfall als URL vor, die über DNS in eine IP-Adresse aufgelöst wird.
Dabei gibt es zwei Wege, die URL in eine IP-Adresse aufzulösen:

• A-Record
Der A-Record löst die URL in eine IP-Adresse auf.

• SRV-Record /NAPTR
Der SRV-Record kann zusätzlich zu der IP-Adresse auch Ports für Dienste auflösen.

Wenn in diesem Dokument von be.IP gesprochen wird, so ist die gesamte be.IP Familie gemeint.
Das Dokument ist für den DeutschlandLAN SIP-Trunk sowie DeutschlandLAN Einzelrufnummern-Anschlüsse der Deutschen Telekom gültig.

Zu ändern ist lediglich der Port, andere Einstellungen bleiben unberührt. Die Abbildungen zeigen die URLs der Einzelrufnummern-Anschlüsse, für SIP-Trunk Anschlüsse beachten Sie bitte die Konfigurationshinweise des Providers.
Bei der be.IP plus beachten Sie bitte den jeweiligen Betriebsmodus (Mediagateway, MGW / Telefonanlage, PBX).

Worum geht es in dem Schreiben?
Laut dem Schreiben der Telekom löst der Router, der an dem angegebenen Anschluss betrieben wird, die URL des SIP-Kontos per A-Record auf.
Bis zum 21. September muss die Auflösung auf den SRV-Record/NAPTR umgestellt sein, da die Auflösung sonst nicht mehr funktioniert.
Die Telekom rät dabei zu einem Firmware-Update der betroffenen Geräte.

Was ist zu tun?
Zunächst stellen Sie bitte sicher, dass die Firmware ihrer be.IP mindestens den Firmwarestand 10.2.7 Patch 3 aufweist. Grundsätzlich empfehlen wir, die Geräte mit der letzten von uns zur Verfügung gestellten Firmware zu betreiben.

Prüfen Sie nun die folgende Einstellung:

PBX Menü: > VoIP > Einstellungen > SIP-Provider bearbeiten > Kachel Registrar > Port Registrar = 0:

Abbildung 1: PBX Kachel Registrar mit korrektem Port

MGW Menü: > VoIP > Einstellungen > SIP-Provider > Konto bearbeiten > Kachel Basisparameter > Port Registrar = 0:

Abbildung 2: MGW Kachel Basisparameter, Abschnitt Registrar mit korrektem Port für Registrar und Proxy

Anschließend wechseln Sie bitte zu:

PBX-Menü: > VoIP > Einstellungen > SIP-Provider bearbeiten > Erweiterte Einstellungen > Kachel Proxy > Port Proxy = 0:

Abbildung 3: PBX Kachel Proxy mit korrektem Port

Was bewirken diese Einstellungen?
Durch die Einstellung „Port Registrar=0“ und „Port Proxy=0“ stehen die Ports nicht zur Verfügung. Daher werden die URLs in den Feldern „Registrar“ und „Proxy“ mit DNS SRV/NAPTR aufgelöst, um auch den Port zu ermitteln.

Weitere Hinweise
Wenn die be.IP einen internen DNS-Server nutzt, z.B. Windows Server 2012, prüfen Sie bitte, ob dieser DNS-Server SRV-Records bzw. NAPTR unterstützt. Unterstützt der DNS-Server kein SRV-Records bzw. NAPTR, führt die SRV-Anfrage zu der Antwort „No such name“. Es wird anschließend eine A-Record Auflösung durchgeführt und die Registrierung erfolgt mit UDP auf den Port 5060. Führen Sie in diesem Fall bitte ein Update des DNS-Servers durch oder passen die entsprechenden Einstellungen des DNS-Servers an.