Basics: Konfiguration – Einrichtung zusätzlicher Netze – Eigenes Netz für Voip-Telefone einrichten

640Aufrufe 15. August 2019 10. September 2019 0

Basics: Konfiguration – Einrichtung zusätzlicher Netze – Eigenes Netz für Voip-Telefone einrichten

Szenario

Sie wollen ein ALL-IP-Gerät z.B. eine be.IP plus als PBX einrichten. Diese soll neben den Internetzugang auch als Telefonanlage dienen. In Ihren Netzwerk gibt es bereits einen externen DHCP-Server, der Ihr Netz mit IP-Adressen versorgt. Dieser externe DHCP-Server ist für Telefoniesachen häufig schwieriger zu Konfigurieren als der interne DHCP-Server der be.IP plus. Bei getrennt verwalteten Einrichtungen, wo sich ein Admin um die PC-Infrastruktur und den externen DHCP-Server kümmert und ein anderer Admin nur für die Telefoniesachen zuständig ist hat der Telefon-Admin oft keine Berechtigung etwas am externen DHCP zu ändern. Es empfiehlt sich dann hier, wenn es die Hausverkabelung zulässt, ein eigenes Netz für die Voip-Telefone anzulegen und den internen DHCP der be.IP plus zu nutzen. Neben der leichteren Einrichtung ist ein weiterer Vorteil, das Voip-Telefone und PCs dadurch getrennt sind und sich so nicht stören können.

Allgemein

Im Auslieferungszustand sind die Ethernet-Ports an einer be.IP plus (Firmwarestand: V.10.2.6.102) folgendermassen aufgeteilt und erreichbar:

Switch-Port Ethernet Schnittstelle IP-Adresse/Maske
LAN 1 bis 4 en1-0 192.168.0.251/24
LAN 5 en1-4 192.168.4.251/24

Vorgehensweise

Ich empfehle hier den Assistenten zu verwenden, welcher fast alle wichtige Einstellungen vornimmt. An was Sie denken müssen ist, das blockierende Funtionen wie “Administrativer Zugriff”, “Zugriffsregeln” und “Firewall” von Hand angepasst werden müssen. Wenn Sie die Funktion “Administrativer Zugriff” nutzen müssen Sie z.B. dort für die Schnittstelle an der das Telefonnetz anliegt “http” und “https” freigeben, damit die Telefone mit der Anlage kommunizieren dürfen. Gehen Sie bitte folgendermassen vor:

Ports für Telefonnetz abtrennen

Gehen Sie ins Menü “Physikalische Schnittstellen” -> “Ethernet-Ports”. Dort stellen Sie bei einem unbenutzten Port eine neue Schnittstelle ein hier z.B. “en1-1” für Port “LAN 2” (ETH2). An diesem Port wird dann das Telefon angesteckt oder ein Switch, an dem dann mehrere Telefone angeschlossen werden können.

Weiter Einrichten mit den Assistenten

Die weitere Einrichung erfolgt im Menü “Assistenten” -> “Erste Schritte”. Wählen Sie dort im Feld “Physikalische Ethernet-Port (LAN)” den Ethernet-Port aus den Sie im vorherigen Schritt angelegt haben. In diesem Beispiel ist dies “ETH2”. Kontrollieren Sie zur Sicherheit, dass Sie den richtigen Port ausgewählt haben, ob im Feld “Logische Ethernet-/Bridge-Schnittstelle” auch die richtige Schnittstelle hier z.B. “en1-1” steht. Denken Sie sich hier ein neues Netz aus und tragen Sie für die be.IP eine statische Adresse aus diesem Netz im Feld “IP-Adresse”. Passen Sie gegebenenfalls auch die “Netzmaske” an. Aktivieren Sie den Schalter “Dieses Gerät als DHCPv4-Server verwenden” und tragen Sie einen Portrange aus dem Netz ein, die Sie an die Telefone vergeben möchten. Der Schalter “elmeg IP/DECT” sollte standardmässig aktiviert sein, kontrollieren Sie dies bitte bevor Sie mit OK die Einrichtung abschließen. Durch diesen Schalter werden im DHCP-Server alle Optionen aktiviert, die für die Telefone der IP1x0, IP6x0 und DECT-Stationen nötig sind.

Optionaler Einrichtungshinweis

Bitte beachten Sie, dass der Assistent nicht alles geradezieht. Wenn Sie bei einer blockierenden Funktion wie den “Administrativen Zugriff”, “Zugriffsregeln” oder “Firewall” Regeln eingetragen haben, die die Telefonprovisionierung verhindern, entfernt der Assistent diese nicht automatisch. Gehen Sie bei Problemen mit der Provisionierung diese Menüs durch und nehmen Sie gegebenenfalls manuelle Änderungen vor. Es emphiehlt sich für Testwecke z.B. die “Firewall” komplett zu deaktvieren usw.

Basis

Stand: August 2019
Software-Basis: be.IP plus (Software V.10.2.6.102)
Produktgruppe: be.IP plus & be.IP4ISDN
jk2019